So schön die Idee des Tumbleblogs [1] auch ist, ein großes Problem sehe ich mit RSS. Auch wenn ich der erste bin, der jubelt wenn er sich keine Titel mehr für die Einträge ausdenken muss: Für RSS-Feeds ist der Titel essentiel. Zum einen ist er obligatorischer Teil eines items und zum anderen ist er der Eyecatcher für Leser, die einen Newsreader benutzen (und das sind nunmal mindestens die Hälfte).
Tumbleblogs und die visuelle Unterscheidung von verschiedenen Eintragstypen funktioniert nur im Browser. Im Newsreader sieht dagegen alles gleich aus und man muss sich eben trotzdem einen Titel ausdenken, auch wenn man ihn nicht anzeigt.
Ich habe drei Tumbleblogs abonniert:
Beim Projectionist sind die Titel kurze Teaser, sieht aber nach manueller Arbeit aus:

Bei ozmm ist der Titel der komplette Eintrag, das stört beim schnellen Überfliegen im Reader ungemein und verleitet mich fast nie zum lesen.

Bei Anarchaia wird der gesamte Tag in einem Eintrag der das Datum des Tages als Titel hat ins RSS geschrieben. Auch wenn das zu nur einem Eintrag pro Tag führt, gefällt es mir am besten, da man absolut nicht über Titel nachdenken muss. Allerdings geht das tumblen ein wenig verloren:

[1] btw, ich hatte es vor einziger Zeit schonmal geschrieben: Lustig wie sich das Blogging weiterentwickelt und dann die ursprünglichen Konzepte als etwas völlig neues verkauft werden. Erst mit quicklinks, jetzt mit Tumbeblogs.
Ich würde ja sagen es ist mein Lieblings-MP3-Blog, aber da es das einzige ist, was ich regelmäßig besuche wäre das etwas übertrieben. Es erinnert mich aber daran, dass es da draußen noch mehr solche Perlen geben muss.
The Number One Songs In Heaven stellt alte Soul und Funk Songs vor, mit Hintergrund-Infos über den Artist und eben ein, zwei Songs zum Download. Sehr schöne Sachen dabei, besonders die momentan laufende Serie “Number One’s Greatest Hits”. Die MP3s sind nicht lange online, über The Hype Machine sind viele aber noch hörbar.
Yay! Meine lebenslange Suche nach dem idealen Wiki ist erstmal beendet.
Nachdem Instiki leider nicht mehr wirklich weiterentwickelt wird, teilweise sehr instabil ist und auch i2 — das Instiki-Rewrite — nicht wirklich alles hat was ich brauche, bin ich nun bei StikiPad gelandet.
StikiPad hat alles was ich will, mit leider einer Ausnahme: es ist keine OpenSource-Software zum installieren auf dem eigenen Server sondern gehostete Software.
StikiPad basiert auf Instiki, hat aber so ziemlich alle Mängel beseitigt, behält dabei aber die guten Features. So gibt es endlich File-Uploads, ordentliche Feeds und ein Autoren-Konzept. Ein sehr flexibles Berechtigungs-System ermöglich private Wikis und es sind mehrere Maßnahmen gegen Wiki-Spam integriert. Es gibt Tags (wers braucht, aber auf jeden Fall besser als Wiki-Kategorieren) und alles ist aufgehübscht und Ajaxifziert worden. Mithilfe von Liquid-Templates und CSS kann man das Aussehen verändern und mit Domain-Mapping ist das Wiki in die eigene Website integrierbar.
Alles in allem genau so, wie ich es mir vorgestellt habe (Punkt 234 auf meiner ewigen ToDo-Liste: Auf Basis von Instiki ein richtig gutes Wiki schreiben) und auch wenn es gehostet ist und Geld kostet, mir ist es das Wert.
Der eigentliche Punkt, den ich mit meinem letzten Post ansprechen wollte: Die Verantwortung bei selbst installierten Scripts/Web-Applikationen.
Genau so wie man es heutzutage schafft, sich mit einem frisch installierten Windows innerhalb von Minuten einen Wurm einzufangen, entwickelt sich momentan Gefahr von Sicherheitslücken in populären (PHP-)Scripts.
Die gleichen Script-Kiddies und Würmer, die in der Windows-Welt für Probleme sorgen, nehmen sich auch immer häufiger Web-Seiten vor. Sicherheitslücken in populären PHP-Applikationen werden mit Hilfe von Google gefunden und gezielt attackiert. In den meisten Fällen lässt sich beliebiger Code auf dem Server mit dem Rechten des Benutzers oder Webservers ausführen.
Zum Glück ist das Ziel selten persönlich — Löschen von Daten oder Public Defacement sind schon lange out — sondern eines der folgenden:
Die Webhoster versuchen natürlich mit allen Mitteln solche Angriffe zu verhindern, aber je nachdem wie flexibel die Möglichkeiten des Accounts sind kann man nicht auf alles aufpassen (bzw. kann man schon, allerdings nicht automatisch)
Deshalb sollte man sich der Verantwortung bewusst sein und:
Denn schneller als man denkt, ist man selbst für einen Teil des Kommentar- und Mail-Spam verantwortlich.
Das passiert, wenn man bei Sicherheitslücken nicht sofort ein Update macht:

100GB Traffic in zwei Tagen, das Internet ist böse.
Four Jobs I’ve had
Hmm, habe immer versucht crappy Jobs so weit wie möglich zu vermeiden:
Four places I’ve lived
In chronologischer Reihenfolge:
Four TV shows I love
Nur vier?
Four movies I can watch over and over
Ich gucke eigentlich ungern File zweimal an, auch wenn sie gut sind. Deshalb hier die Filme, die ich wirklich mehr als einmal gesehen hab:
Four books I recently read and liked a lot
Ich lese viel zu wenig Bücher. Richtige Bücher eigentlich nur in den Ferien, und Fachbücher sind ja lahm:
Four places I’ve vacationed
Four of my favorite dishes
Four sites I visit daily
Okay, die Frage ist doof. Sagen wir mal so: Alles außer Spiegel Online ;-)
Four places I would rather be right now
Nur zwei:
Der Standard-Shortcut um unter Mac OS X durch alle offenen Fenster einer Applikation zu kreisen (Cycle through Windows) ist auf Tastaturen mit englischem Layout CMD-` und mit deutschem Layout CMD-<
Das sollte eigentlich in allen Programmen funktionieren und kann auch mit Mac OS X Bordmitteln geändert werden (in den Keyboard & Mouse Einstellungen). Der Shortcut funktioniert nicht in den iWork-Programmen, weil hier sinnigerweise andere Funktionen draufgelegt sind und der Shortcut funktioniert nicht in Firefox und Thunderbird (bzw. er funktioniert im englischen Layout, nicht aber im deutschen).
Da ich den Firefox nur selten benutze, macht mir das dort nichts, aber im Thunderbird ist das für mich sehr nervig, so dass da ein Workaround her musste.
Mithilfe der genialen Keyconfig-Extension ist es möglich Shortcuts vom Firefox/Thunderbird zu ändern und noch viel schöner: neue, fast beliebig komplexe Shortcuts zu definieren. Die Extension ist schwer zu durchschauen, aber mit den Beispielen kommt man schonmal sehr weit, im Forum-Thread sind auch noch ein paar Tipps versteckt.
Mit dem folgenden Code, kann man das Cycle Through Windows simulieren:
var ww = Components.classes["@mozilla.org/embedcomp/window-watcher;1"] .getService(Components.interfaces.nsIWindowWatcher);
var windows = ww.getWindowEnumerator();
var first = ww.getWindowEnumerator().getNext();
while(windows.hasMoreElements()) {
if(windows.getNext() == ww.activeWindow) {
(windows.getNext() || first).focus();
return;
}
}
Einfach mit ‘Add a new key’ anlegen, in das Fenster pasten, einen Namen vergeben, Global anklicken und dann im Hauptfenster einen Shortcut zuweisen. Thunderbird Restarten und fertig.

Als mir gestern auffiel, dass dieses Weblog ja jetzt doch schon 4 Jahre besteht, musste ich mir mal die Entwicklung im Laufe der Jahre angucken. Aus meinen Daten lässt sich eindeutig ein Rezept für erfolgreiches Bloggen ableiten:

Also, je weniger du bloggst, desto mehr Leute kommen. Kein schlechtes Gewissen mehr, weil man doch mal wieder was schreiben wollte. Je länger man sich zurückhält, desto mehr Leute kommen. In diesem Sinne …
Wenigstens eine 2005-Bestenliste wollte ich auch noch machen. Deswegen präsentiere ich die für mich wichtigsten Gadgets des Jahres 2005 aus der Kategorie: “Überlebenswichtige Haushalts-Hilfen”
Platz 1. geht definitiv an Frischhalte-Clips (Link nur als Beispiel, die gibts ja überall). Mag sein, dass es die schon länger gibt, aber aufgefallen sind sie mir erst letztes Jahr und mittlerweile sieht man sie überall. Endlich ist man nicht mehr gezwungen die ganze Tüte Chips/Gummibärchen auf einmal aufzuessen, was für eine Wohltat.
Platz 2. geht an diesen praktischen Apfelstecher von IKEA (leider momentan nicht mehr im Sortiment). Zuerst war ich ja skeptisch ob das überhaupt gut funktioniert, aber was für eine geniale Konstruktion. Für den Apfelliebhaber ein must-have. Ich esse Äpfel grundsätzlich in Schnitze geschnitten, schmeckt einfach besser. Ja, wirklich.

Es gibt sie noch, die guten, kleinen Scripts.
Ich hasse redundante Daten, deswegen bin ich kein großer Fan von Mint, so schick es auch aussehen mag. Der Gedanke, dass jeder Request in der Datenbank gespeichert wird, nur damit ich ein paar Statistiken sehen kann, damit kann ich nicht leben.
Google Analytics und MeasureMap, also externe Dienste oder Blogcounter sind okay, sofern sie echten Mehrwert gegenüber den lokalen Statistiken bieten. Aber nun schreibt der Apache doch schon ein Logfile, warum nutzt das keiner?
peastat nutzt es. Ein kleines, feines Python-Script das einem die Frage beantwortet, was geht gerade auf meinem Weblog ab. Es guck sich die letzen 2000 Requests des Logfiles an und sucht Referrer, Google Suchworte und populäre Hits raus.
Gefällt mir gut und ich muss kein schlechtes Gewissen haben, bei jedem Request CPU-Zyklen und I/O zu verbraten nur damit ich dreimal im Monat auf die Statistik gucken kann.
Ich habe ein ernsthaftes Problem mit dem Window Management von OS X. Entweder übersehe ich irgendwas oder bin ich durch meine Windows-Kindheit zu sehr vorbelastet. Folgende Szenarien:
1. Ich hab in meinem Text-Editor vier Fenster offen und möchte zwischen zwei davon immer hin- und herschalten. Wie mache ich das ohne jedes fucking mal durch alle vier Fenster zu kreisen? Diese Frage richtet sich vor allem an Alle, die BBEdit für den besten Editor ever halten ;-) Okay, man kann sie auf dem Mac-typischen Widescreen-Monitor nebeneinander plazieren, aber zum editieren muss man immer noch wechseln. An Expose kann ich mich garnicht gewöhnen, vor allem nicht wenn ich keine Maus in der Hand hab. Gibts da nen Trick? Und wie hat man das vor Expose gemacht?
2. Die typische Rails-Umgebung: Textmate, ein Safari-Fenster mit der Applikation und ein Safari-Fenster mit der Doku (in mehreren Tabs), normalerweise noch ein paar Safari-Fenster vom Web-surfen offen, mehrere Terminal-Fenster. Ich bin am editieren, gucke in der API-Dokumentation nach der richtigen Methode, aktualisiere meine Applikation, guck mir das Error-Log an im Terminal an, generiere ein Modell, …
Ich habe nie das Gefühl Herr über meine Fenster zu sein und bin fast jedes Mal im falschen Fenster.

Nun, sicherlich nicht für die Menschen, die sich in den letzten Monaten einen iMac gekauft haben. Soviel zum Thema Vorhersagbarkeit von Apple-Produkten. Von dieser Seite wird mir Apple immer unsympathischer.
Leistungstechnisch ist der Intel iMac vermutlich nicht soo viel besser wie das G5 Modell (das mit 2x schneller mag vermutlich für den SPEC-Benchmark stimmen, im täglichen Alltag nicht), aber eine Kleinigkeit regt mich dann doch etwas auf:
• Mini-DVI output port with support for DVI, VGA, S-video, and composite video connections via adapter
• Support for external display in extended desktop and video mirroring modes
Sicherlich auch nicht für die Menschen, die sich in den letzten Monaten ein neues PowerBook gekauft haben (”wenn die jetzt nochmal ne PowerBook-Revision machen, wird es noch lange bis zu den Intel-PowerBooks dauern”). Das MacBook Pro hat zwar sicherlich den bescheuertsten Namen in der Apple-Geschichte, aber das Ding ist schon geil. Endlich wird mal nicht an der Grafik gespart, das Top-Modell hat 1GB RAM und das Display scheint wieder hochwertig zu sein. Nur merkwürdig, dass nichts über die Akku-Laufzeit auf den Apple-Seiten steht.
Hoffen wir, dass das MacBook ohne Pro genauso gut wird.
Interessanterweise kann man sowohl das G4 PowerBook als auch den iMac G5 noch kaufen.
Und noch was aus der Kategorie. Selten habe ich so oft genickt wie bei dem Artikel über Repetitive Information Injury
For me RII shows up late in the day. I’m between meetings and having nothing urgent on my to do list. I sit down at the computer and scan my unread email. Once done there, I click on a couple of tab groups in Safari and scan the news. Lastly, I switch to NetNewsWire and scan for changes on my 75+ feeds.
And then… I do it again.
Dieses ganze Syndrom ist erschreckend häufig bei mir, momentan. Ich nenne es auch Passivititäts-Endlosschleife. Ich warte ewig darauf einen Input von außen zu bekommen, dabei wäre es so einfach selbst mal was zu machen, oder wie Rands schreibt:
“Hey, it just takes a second to press that Get Email button… or that Refresh Feeds button…. go for it man! You never know when you’ll hit the information gold-mine!”
Besonders morgens dauert es ewig bevor ich überhaupt anfange und wenn ich auf ein hartes oder nerviges Problem stoße drifte ich sofort ab und lese erstmal Blogs. Ganz gemein ist es wenn ich lernen muss und mich nicht dazu motivieren kann. Ich weiß ich muss lernen und ich weiß ich darf nichts anderes machen, da gibt es Tage an denen ich komplett nur in meiner Endlos-Schleife hänge, ohne zu lernen oder wenigstens bewusst nicht zu lernen.
Ähnliches ist auch bei Ralph zu lesen.
Was hilft ist passende Musik über einen Kopfhörer hören (nicht nur als Hintergrund-Berieselung), Instant-Messaging ausschalten und Mails nur alle halbe Stunde/Stunde abfragen.
So, jetzt fange ich vielleicht mal an zu arbeiten.
oder “Procrastination does work!”
Ich glaube ich höre auf längere Artikel zu schreiben schreiben zu wollen und werde eher etwas tumblen. Erstens raffe ich mich eh nie dazu auf und zweitens können es die anderen meistens besser. Zwei Beispiele:
Kottke mit hervorragender Hongkong-Berichterstattung. Viele Punkte über die ich auch schreiben wollte, aber nie dazu kam (Getting Things Done, haha)
Lange keinen so guten Mac-vs-PC Vergleich mehr gelesen wie dieser OSNews-Artikel: Thoughts on the Power Mac Dual-Core 2.3 GHz. Werde ich aber nochmal aufgreifen.

Yeah, endlich eine für MacOS X angemessene Maschine, das Ding fliegt, sag ich euch. Hatte nicht viel Zeit zum rumspielen, weswegen ich erstmal mit dem Migrations-Assistenen mein iBook geklont habe (deswegen auch noch 10.4.2). Der erste Eindruck:
Heute abend werde ich erstmal ne neue Installation draufmachen und über Partitionen nachdenken.