


Eigentlich ja ein Python-Guy habe ich die letzten Wochen immer neidisch auf Ruby on Rails geschaut, weil es genau das bietet was mir an Python so sehr fehlt. Ein simples, aber komplettes Web-Framework. Zuerst hoffte ich ja noch auf einen Port, aber irgendwann habe ich mir einfach folgendes Statement zu Herzen genommen:
Why not try the real thing out for size first? Ruby on Rails is here, today, offering the rapid development experience free of charge.
Also habe ich trotz Ruby einfach angefangen und ein kleines Web-Control-Panel mit Ruby on Rails programmiert. Am Anfang etwas holprig, da ich nie wusste ob nun Rails oder Ruby die Ursache meiner Fehler war, aber innerhalb weniger Tage war meine kleines Webapp fertig und ich eine Erkenntnis reicher: Python mag ich immer noch lieber als Ruby, aber Rails rockt ohne Ende!
Eigentlich ist es ja nur ein MVC-Framework mit viel Automagic, so dass man keine Config-Files schreiben muss. Aber es trifft genau das, was ich von eine Web-Framework erwarte: Integration mit Apache (kein eigener Webserver wie so viele Python-Frameworks), Embedded Ruby fürs Templating (und keine doofe neue Sprache) und ein Persistence-Layer der einfach aus dem Weg geht, anstatt andauernd zu nerven.
I think Rails may well be the framework to break Ruby into the mainstream
Dem kann ich nur zustimmen. Wer Python gewönt ist, sollte mit Ruby keine größeren Probleme haben. Die Rails-Community (besonders der IRC-Channel) ist freundlich und hilft selbst bei Newbie-Questions. Die Website hat seit ein paar Tagen ein neues Design und das ganze Projekt eine neue Identity mit Logo. Und auch wenn David manchmal etwas zu sehr evangelisiert, so hat er doch fast immer recht :)
Denn mit Ruby on Rails hatte ich das erste mal Spaß daran eine Web-Applikation zu entwickeln und auch das Gefühl etwas elegantes und keinen dirty PHP-Hack geschrieben zu haben
Wie jedes Jahr wird es jetzt wieder Wochen dauern bis man nicht mehr 2004 überall dahinschreibt wo eigentlich das aktuelle Datum hin sollte. Rein von der Jahreszahl gefällt mir 2004 ja besser; 2004 ist stylischer und “binärer” wogegen 2005 sich so halbzeit-mäßig anfühlt. Aber man gewöhnt sich ja an alles.
Ein Vorsätze-länger-als-zwei-Wochen-haltendes neues Jahr wünsche ich dir und May the Force Be With You (bis Mitte Mai ist es ja noch ein Stück).
Eigentlich war mein Plan kein Geld mehr für PC-Hardware auszugeben um mir im nächsten halben Jahr einen PowerMac zu kaufen (will noch auf die nächste Revision, Tiger und Geldeingang warten). Mein PC muss das mitbekommen haben, denn er entwickelte mysteriöseste Hardware-Fehler, die selbst durch massives Hardware tauschen nicht zu beseitigen waren. Nach neuem Gehäuse und Netzteil habe ich jetzt schließlich das Mainboard inkl. RAM gewechselt (das alte war noch SDRAM) und — voll im Kaufrausch — gleich noch ne neue SATA-Festplatte dazu.
Jetzt scheint wieder alles 100% stabil zu laufen. Aufgrund der neuen Festplatte und einer Heatpipe für die Grafikkarte habe ich jetzt als netten Nebeneffekt einen flüsterleisen PC und aus den übrig gebliebenen Hardware-Komponenten hab ich gleich nen neuen PC gebastelt.
Das war aber jetzt das letzte Upgrade, ich schwörs.
Bescherung heute abend um 21:45 Uhr in der ARD (23:30 im WDR, 23:45 im RBB):

Trotz des Hypes bin ich zuversichtlich. Direkt nach dem Urlaub war Harald Schmidt bisher immer am Besten.
Hätte nicht gedacht, dass ich den Workflow nochmal ändere:
Nach einer Windows-Neuinstallation ist das erste was ich installiere ein besseres Notepad (genauer ersetze ich das Windows-Notepad). Das das Windows-Notepad nicht taugt merkt man ziemlich schnell. Die Dateigrößen-Limitierung haben sie zwar in XP gefixt, aber das Notepad keine Unix-Umbrüche lesen kann ist schon ein K.O.-Kriterium.
War ich früher noch stolz meine Websites mit Made with Notepad zu versehen, benutze ich Notepad jetzt nur noch zum schnellen Ansehen und editieren von Dateien (Konfigurationsdateien, Readmes, usw). Dafür habe ich einen Eintrag in der Registry, der im Kontext-Menü jeder Datei (also nicht nur txt) den Eintrag ‘Edit with Notepad’ hinzufügt. Sehr praktisch, gerade bei den ganzen Unix READMEs und INSTALLs.
Als Notepad-Ersatz kam bisher immer metapad zum Einsatz. Solider und schneller Texteditor mit ein paar netten zusätzliche Features, die ich aber größtenteils nicht gebraucht habe.
Nun habe ich aber Notepad2 entdeckt. Wie der Name schon vermuten lässt ein noch direkterer Notepad-Ersatz, sogar das Icon ist das gleiche (was ich bisher immer selbst geändert hatte). Der große Vorteil von Notepad2 ist, dass er auf der Scintilla Editing-Komponente basiert und deshalb schickes Syntax-Highlighting (für alles wichtige Sprachen), Klammern-Matching, automatisches Einrückungen und Rectangular Selection unterstützt.
Also alles was man braucht, da muss ich den jEdit immer seltener rauskramen und das Notepad2 ist sofort mein Standard-Notepad.


Für Weihnachtstipps ist es ja schon fast zu spät, aber gute Bücher braucht man ja auch sonst mal.
Wer auch nur ein bisschen ein Apple-Fan ist und sich für gut erzählte Stories über die guten alten Zeiten begeistern kann, sollte sich Revolution in the Valley: The Insanely Great Story of How the Mac Was Made kaufen.
Im Prinzip nur die Buch-Version von Folklore.org, auf der Andy Hertzfeld und weitere Original- Macintosh-Entwickler erzählen wie es wirklich war. Vom Apple II, über das Reality-Distortion-Field bis zum 1984-Spot ist alles dabei, begleitet von Original Fotos und Zeichnungen (im Buch wohl noch einige mehr).
Die Website habe ich damals verschlungen und werde es wohl mit dem Buch nochmals tun. Einfach Insanely Great.
Inside the Mac Revolution – Andy Hertzfeld im Interview
Herbert Feuerstein heute im Tagesspiegel:
Ihr Ex-Kollege Harald Schmidt ist für einige Millionen Euro zur ARD gegangen. Was sagen Sie dazu?
Ich kenn niemanden, der derartig genial die ARD abzockt. Das finde ich bewundernswert.
Ich sehe meine GEZ jedenfalls gut angelegt ;-)


